Onboarding-Tag der OTA-Azubis

Mein erster Tag am Campus Quirlsberg: Zu Besuch beim Onboarding unserer OP-Azubis

Heute durfte ich als Praktikantin zum ersten Mal hinter die Kulissen des Campus schauen und gleich an einem ganz besonderen Tag: dem Onboarding der sechs neuen OTA/OP-Auszubildenden. Ich war gespannt, was mich erwartet, und wurde nicht enttäuscht.

Ein herzlicher Empfang

Lea Schumacher und Leyla Lehmann haben die neuen Azubis direkt am Morgen in Empfang genommen. Die Stimmung war locker, aber man hat gemerkt: Hier wird nichts dem Zufall überlassen. Bevor es an die ersten praktischen Schritte ging, haben die beiden erzählt, was die Azubis in den kommenden Monaten und Jahren erwartet: vom Aufbau der Ausbildung bis zu den ersten Handgriffen im OP.


Zwischendurch hat mich einfach persönlich interessiert, was die sechs eigentlich zu diesem Beruf geführt hat und die Antworten könnten unterschiedlicher nicht sein. Eine Person ist selbst Sohn einer Ärztin, eine andere hat ein FSJ im Krankenhaus absolviert, eine dritte wollte ursprünglich Chirurgin werden. Genau diese Vielfalt an Motivation, so mein Eindruck, macht ein gutes Team aus.

„Prävention statt Infektion" – Hygiene ganz praktisch

Der inhaltliche Schwerpunkt des Tages lag klar auf einem Thema: Hygiene. Die Hygienefachkraft Anne Sonntag hat unter dem Motto „Prävention statt Infektion" erklärt, warum Hygiene im OP kein lästiges Pflichtprogramm, sondern die Grundlage für jede erfolgreiche Operation ist.

Was mich am meisten beeindruckt hat: die praktische Übung zur Händedesinfektion. Mit dem DesiCoach von Heyfair, einer speziellen rot fluoreszierenden Trainingslösung für die Händedesinfektion, wurde sichtbar gemacht, an welchen Stellen der Hände sich trotz Desinfektion noch Bakterien verstecken können. Meist genau dort, wo man es nicht erwartet, zwischen den Fingern oder an den Nagelfalzen. Ein echter Aha-Moment für alle im Raum.

Ein paar Fakten, die mir hängen geblieben sind:

  • Bis zu 30 % der OP-Handschuhe können mikroskopisch kleine Undichtigkeiten aufweisen. Ein Grund mehr, warum die Handdesinfektion darunter so gründlich sein muss.
  • Die chirurgische Händedesinfektion dauert 1,5 Minuten, in denen Hände und Unterarme durchgehend feucht und vollständig benetzt sein müssen.
  • Das Ein- und Ausschleusen in den OP-Bereich erfolgt über ein Drei-Kammer-System – Schritt für Schritt, ohne Abkürzungen.
  • Die persönliche Schutzausrüstung richtet sich nach der TRBA 250, einer technischen Regel, die genau festlegt, was zum Schutz von Personal und Patient:innen nötig ist.
  • Und auch die ASA-Klassifikation (Einteilung des körperlichen Zustands von Patient:innen in die Klassen I bis VI) kam zur Sprache – ein wichtiges Werkzeug, um OP-Risiken besser einschätzen zu können.

Mein Fazit

Als Außenstehende war ich überrascht, wie viel Präzision und Wissen hinter etwas so scheinbar Einfachem wie Händewaschen steckt. Der Tag hat mir gezeigt, dass Hygiene im OP keine Formsache ist, sondern gelebte Verantwortung, sowohl für Patient:innen und für das gesamte Team.


Den sechs neuen Azubis wünsche ich einen genauso guten Start, wie ich ihn heute als Gast miterleben durfte. Ich freue mich schon darauf, in den nächsten Tagen noch mehr vom Campus Quirlsberg kennenzulernen!

Nina, Praktikantin in der Unternehmenskommunikation

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