Mehr als nur Büroarbeit! Maries Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen

Hallo Zusammen!

Ich bin Marie, 21 Jahre alt und mache aktuell meine Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen.


In diesem Blogeintrag möchte ich euch einen kleinen Einblick darüber geben, was man in der Ausbildung eigentlich alles macht. Wie läuft sie ab? Und wie sieht der Alltag bei uns im EVK aus?

Marie, wolltest du schon immer Kauffrau im Gesundheitswesen werden?


„Ganz ehrlich: Nein, wollte ich nicht. Nicht, weil mich die Ausbildung nicht interessiert hätte – ich wusste einfach lange gar nicht, dass es sie gibt.


Nach meinem Abitur 2023 war ich mir noch unsicher, welchen Weg ich einschlagen möchte. Ein halbes Jahr später habe ich dann aber durch Zufall einen Aushilfsjob bei einem Abfallverband angefangen. Dort habe ich gemerkt, dass mir administrative Aufgaben richtig Spaß machen und ich gerne strukturiert arbeite.

Also habe ich mich bei verschiedenen Unternehmen beworben. Über die Internetseite „jobsinoberberg.nrw“ bin ich dann schließlich auf die Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen hier im EVK gestoßen. Als ich mich genauer informiert habe und ich das Vorstellungsgespräch hinter mir hatte, war schnell klar: Das passt perfekt zu mir.

Besonders gefällt mir die Mischung aus Büroarbeit und sozialem Aspekt. Ich arbeite gern strukturiert und organisiert, aber gleichzeitig ist mir der Kontakt zu Menschen wichtig – und genau das verbindet dieser Beruf."

Wie läuft die Ausbildung denn eigentlich ab? Gehst du auch in die Schule?

„Ja gehe ich, da die Ausbildung dual aufgebaut ist. Das bedeutet, dass sich Theorie und Praxis abwechseln.

Zwei Tage pro Woche besuche ich das Barbara-von-Sell-Berufskolleg in Köln-Nippes. Dort lerne ich die theoretischen Grundlagen, die ich später im Arbeitsalltag anwenden kann.

Die anderen drei Tage bin ich im Unternehmen und bekomme vielfältige Einblicke in die organisatorischen und administrativen Abläufe unserer Einrichtungen.“ 

Welche Fächer hast du in der Berufsschule? Hat man klassisch Mathe, Deutsch und Englisch?

"Nein, zumindest nicht über die gesamten drei Jahre hinweg. Die einzigen Fächer, die mich während der gesamten Ausbildung begleiten, sind Steuerungs- und Abrechnungsprozesse, Dienstleistungsprozesse und Gesundheitsmanagement. Diese drei bilden sozusagen die Hauptfächer der Ausbildung.

Dazu kommen noch verschiedene Nebenfächer, die sich jedoch je nach Ausbildungsjahr verändern. In der Unterstufe hat man zum Beispiel zusätzlich Datenverarbeitung und medizinische Fachkunde. In der Mittelstufe fallen diese beiden Fächer dann weg, stattdessen kommen Sport, Politik, Englisch und Deutsch dazu. In der Oberstufe ändern sich die Nebenfächer erneut – hier bekommst man beispielsweise Datenverarbeitung wieder zurück.“ 

Bleibst du im Betrieb immer in einer Abteilung oder wechselst du?

"Zum Glück wechsele ich regelmäßig die Abteilungen – sonst würde man ja nur einen kleinen Teil des Krankenhauses kennenlernen.

Ich wechsel alle paar Monate die Abteilungen und bekomme so ein gutes Gefühl dafür, in welcher Abteilung ich mir vorstellen kann, nach meiner Ausbildung zu arbeiten.

Mein erster Einsatz war zum Beispiel an der Information im Krankenhaus. Das war perfekt, um erst einmal das ganze Haus kennenzulernen. In den letzten anderthalb Jahren war ich außerdem schon in den Seniorenheimen, im Sekretariat der Psychiatrie, in der Patientenaufnahme, im Qualitätsmanagement, in der Pflegedirektion, in der Patientenabrechnung und im Recruiting.

Und es kommen noch weitere Abteilungen dazu – zum Beispiel die Finanzbuchhaltung, die Personalabteilung oder der Einkauf."

Was gefällt dir persönlich am besten an der Ausbildung?


"Das erste was mir dazu direkt einfällt ist, dass es einem nie langweilig wird. Durch die vielen Abteilungswechsel lerne ich ständig neue Aufgaben, Kolleg:innen und Abläufe kennen.

Besonders spannend finde ich, wenn man nach und nach versteht, wie alles zusammenhängt und wie viele Bereiche im Hintergrund zusammenarbeiten, damit die Abläufe im Krankenhaus reibungslos funktionieren."

Was sollte man für die Ausbildung mitbringen?


"Grundsätzlich brauchst du (Fach-)Abitur oder einen Realschulabschluss. Ein Mathegenie musst du nicht sein, aber ein bisschen Zahlenverständnis hilft natürlich.

Zu dem solltest du organisiert und strukturiert arbeiten können und natürlich Spaß an der Büroarbeit haben, denn je nach Abteilung arbeitest du mehr oder weniger am PC.

Ganz wichtig sind aber auch Freundlichkeit und Einfühlungsvermögen. In vielen Bereichen hast du Kontakt zu Patient:innen und es geht oft um persönliche oder sensible Themen. Deshalb ist Empathie in diesem Beruf wirklich wichtig."

Zahlen sind wichtig.
Das Umfeld genauso.

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