Ausbildung mit Deutsch als Zweitsprache

Für eine Ausbildung ist es nie zu spät

Ich bin Felicia Gomes, 49 Jahre alt, und mache derzeit die Ausbildung zur Hauswirtschafterin im EVK.


Deutsch ist meine Zweitsprache. Deshalb war der Start in die Ausbildung für mich nicht immer einfach. Trotzdem habe ich mich getraut und heute weiß ich: Es war die richtige Entscheidung.

Mein Start in die Ausbildung

Da Deutsch meine Zweitsprache ist, hatte ich am Anfang natürlich einige Schwierigkeiten. Ich bin mit dem Sprachniveau B2 gestartet, das ist die Voraussetzung für die Ausbildung. Vor allem die Aussprache war für mich eine Herausforderung. Manchmal fiel es mir schwer, die richtigen Worte zu finden oder mich genau so auszudrücken, wie ich es wollte. Deshalb war ich anfangs oft unsicher.

Was mir geholfen hat

Besonders wichtig war für mich die Aufnahme im Team. Meine Kolleginnen und Kollegen haben sich immer die Zeit genommen, mich zu verstehen. Mit der Zeit wurde vieles einfacher. Ich habe gemerkt, dass ich mich verbessern kann und dass Fehler ganz normal sind. Deshalb habe ich gesagt: „Okay, ich bleibe hier und möchte die Ausbildung in der Hauswirtschaft machen.“

Unterstützung in der Berufsschule

Auch in der Schule habe ich viel Unterstützung bekommen. Besonders bei Präsentationen oder schriftlichen Aufgaben war das wichtig. Ich bin 49 Jahre alt und habe mich trotzdem noch einmal für eine Ausbildung entschieden. Weder mein Alter noch meine Sprachkenntnisse waren dabei ein Problem. Die Lehrer haben mich unterstützt und motiviert. Darauf bin ich sehr stolz. Natürlich muss ich mich bei der Rechtschreibung und Aussprache manchmal mehr anstrengen. Gleichzeitig habe ich immer das Gefühl, dass die Lehrkräfte möchten, dass wir erfolgreich sind. Das hat mir sehr geholfen.

Mein Rat für Menschen mit Deutsch als Zweitsprache

Habt keine Angst. Natürlich hat jeder am Anfang Unsicherheiten. Aber wenn man ein gutes Team hat, wird man unterstützt. Viele Menschen wissen, dass Deutsch für manche Kollegen nicht die Muttersprache ist. Man muss keine Angst haben, Fehler zu machen. Wichtig ist, dass man offen ist, lernen möchte und Fragen stellt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man hier sehr herzlich aufgenommen wird.

Was meine Kolleginnen und Kollegen dazu sagen

Sven Conrad:

„Manchmal versteht man nicht sofort, was der andere sagen möchte. Manchmal weiß ich nicht direkt, was Felicia von mir möchte, und manchmal weiß Felicia vielleicht auch nicht sofort, was ich meine. Aber bisher hat das immer funktioniert. Irgendwie findet man immer einen Weg, sich zu verständigen. Je besser man sich kennenlernt, desto leichter wird es. Man entwickelt Verständnis füreinander und unterstützt sich gegenseitig im Team. Niemand muss von Anfang an perfekt Deutsch sprechen. Wichtig ist, dass man motiviert ist und wir uns im Team gegenseitig unterstützen."

Zahlen sind wichtig.
Das Umfeld genauso.

Luftaufnahme eines grünen Stadtviertels mit Wohnhäusern und Straßen unter klarem Himmel

Zu Den EInrichtungen

Mehr erfahren

Zwei lächelnde Menschen umarmen sich, einer in einem roten, der andere in einem blauen Hemd, vor einem einfarbigen hellen Hintergrund.

Stellenanzeigen

Mehr erfahren